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c/UnserDorf by u/UweHofer 3d ago

Hausener Landbote – Sondermeldung

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Uwe Hofer lebt – Ein Jahr undercover auf geheimer Recherche

Die Gerüchte um seinen Tod waren offenbar verfrüht. Wie der Hausener Landbote heute exklusiv bestätigen kann, lebt Chefreporter Uwe Hofer – und befand sich nach eigenen Angaben „auf einer investigativen Langzeitrecherche von internationaler Tragweite“.

„Manchmal muss ein Journalist verschwinden, damit die Wahrheit auftaucht“, erklärte Hofer gestern Abend überraschend bei seiner Rückkehr nach Hausen. Er erschien in wetterfester Jacke, mit verwittertem Notizblock und auffallend salzig riechender Kleidung vor der Redaktion.

Wo genau sich Uwe im vergangenen Jahr aufgehalten hat, bleibt unklar. Offiziell spricht er von „nordischen Küstenregionen“, „dubiosen Fischerei-Konsortien“ und „einer Sache mit einem Sender, der plötzlich keine Signale mehr gab“. Mehrfach fiel dabei auch der Name „Timmy“, den Uwe jedoch sofort relativierte: „Da wird viel hineininterpretiert. Nicht jeder, der nachts vor Anholt mit Fernglas und Fischbrötchen am Strand sitzt, steckt gleich in einer Walgeschichte drin.“

Wie inzwischen international berichtet wird, wurde vor der dänischen Insel Anholt ein toter Buckelwal entdeckt, bei dem es sich vermutlich um den als „Timmy“ bekannten Wal handelt. Das Tier war zuvor durch eine aufsehenerregende Rettungsaktion bekannt geworden.

Auf Nachfrage, warum sich in Uwes Gepäck mehrere laminierte Seekarten der dänischen Küste sowie ein Ordner mit der Aufschrift „Operation Tiefenschatten“ befanden, reagierte dieser ungewohnt nervös.
„Reine journalistische Routine. Außerdem habe ich nie behauptet, dass der Wal nicht meinen Hut getragen hat.“

Auch Fragen zu seinem angeblichen Ableben beantwortete Hofer nur ausweichend. Bekanntlich war vor einem Jahr ein leerer Jogginganzug am Ufer gefunden worden. Daneben lagen ein Diktiergerät, ein angebissenes Fischbrötchen und die handschriftliche Notiz:
„Die Wahrheit schwimmt unter uns.“

Damals war man im Dorf von einem tragischen Unglück ausgegangen. Heute sagt Uwe dazu lediglich: „Manchmal braucht guter Journalismus eben Tarnung. Außerdem war der Nachruf ausgezeichnet geschrieben.“

Die Redaktion des Hausener Landboten hat ihre Arbeit inzwischen wieder aufgenommen. Uwe kündigte bereits eine neue Artikelserie an:

„Wale, Wahrheit und Wahnsinn – Was wirklich vor Anholt geschah“

Die Gemeinde reagierte zurückhaltend. Ein Bürger erklärte nur: „Ich dachte ehrlich gesagt, der wäre wirklich tot.“
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