Schwarztee aus Argentinien
"Schwarztee aus Argentinien" klang für mich nach einem Tee mit toller Hintergrundgeschichte aber mit weniger tollem Geschmack. Ein vertrauenswürdiger Teeladen hat jedoch diesen Tee eingeführt und ich entschied mich daher, dem Tee ein Chance zu geben.
Argentinien kennt man vor allem als das Land aus dem der Mate-Tee kommt. In Argentinien werden jedoch auch kleine Mengen Tee aus der Camelia Siniensis hergestellt. Die Mönche der ukrianisichen orthodoxen Kirche brachten im Jahr 1923 Teesamen nach Paraguay und Argentinien. Ein Teil davon wurde in der Nähe des Dorfes Tres Capones in der Provinz Misiones gepflanzt, woher auch meine Probe stammt. In den 50er und 60er Jahren hat die argentinische Regierung den Teeanbau für Exportzwecke gefordert und auf weitere Gebiete erweitert. Der späteren globalen Kommodifizierung des Tees folgten diese Anbaugebiete jedoch nicht und der Tee wird weiterhin in kleinen Menge handwerklich hergestellt.
Meine Stichprobe wurde im Januar 2026 gepflückt und zu Schwarztee verarbeitet. Jahreszeittechnisch handelt es sich damit um eine Sommerpflückung auf der Südhälfte.
Am leckersten fand ich den Aufguss mit 100°C Wasser und 5 Minuten Ziehzeit. 85°C und 8 Minuten, 100°C und 4 Minuten, 100°C und 8 Minuten habe ich noch zusätzlich getestet. Teeblatt-Wasser-Verhältnis war 0,6 %.
Der Tee ist geschmacklich interessant und komplex. Der Tee ist süß (Toffee) und früchtig (Kirsche). Der Tee schmeckt nach Süßkartoffel, leicht bitter, leicht muffig und schmeckt leicht nach Anis. Mit 85°C aufgegossen, verliert der Tee an Bitterkeit, zeigt eine leichte Muskatelnote und die Anisnote geht in eine Fenchelnote über.
Optisch ist der Schwarztee unspektakulär und ich konnte leider keine schönen Bilder machen.
Argentinien kennt man vor allem als das Land aus dem der Mate-Tee kommt. In Argentinien werden jedoch auch kleine Mengen Tee aus der Camelia Siniensis hergestellt. Die Mönche der ukrianisichen orthodoxen Kirche brachten im Jahr 1923 Teesamen nach Paraguay und Argentinien. Ein Teil davon wurde in der Nähe des Dorfes Tres Capones in der Provinz Misiones gepflanzt, woher auch meine Probe stammt. In den 50er und 60er Jahren hat die argentinische Regierung den Teeanbau für Exportzwecke gefordert und auf weitere Gebiete erweitert. Der späteren globalen Kommodifizierung des Tees folgten diese Anbaugebiete jedoch nicht und der Tee wird weiterhin in kleinen Menge handwerklich hergestellt.
Meine Stichprobe wurde im Januar 2026 gepflückt und zu Schwarztee verarbeitet. Jahreszeittechnisch handelt es sich damit um eine Sommerpflückung auf der Südhälfte.
Am leckersten fand ich den Aufguss mit 100°C Wasser und 5 Minuten Ziehzeit. 85°C und 8 Minuten, 100°C und 4 Minuten, 100°C und 8 Minuten habe ich noch zusätzlich getestet. Teeblatt-Wasser-Verhältnis war 0,6 %.
Der Tee ist geschmacklich interessant und komplex. Der Tee ist süß (Toffee) und früchtig (Kirsche). Der Tee schmeckt nach Süßkartoffel, leicht bitter, leicht muffig und schmeckt leicht nach Anis. Mit 85°C aufgegossen, verliert der Tee an Bitterkeit, zeigt eine leichte Muskatelnote und die Anisnote geht in eine Fenchelnote über.
Optisch ist der Schwarztee unspektakulär und ich konnte leider keine schönen Bilder machen.